Wodurch unterscheidet sich Kreuz- und Höllenotter von denn ungefährlichen, heimischen Nattern?
Diese Frage stellt sich für jeden, der eine Schlange in freier Natur sichtet oder im Haus, im Keller oder im Gartenteich findet.
Um eine rasche Bestimmung, ob heimisch Giftschlange oder harmlose Natter, durführen zu können, haben wir einige der wesentlichsten Merkmale unserer heimischen Schlangen aufgelistet. (Bitte beachten sie auch die Beschreibung der einzelnen Schlangen unter "Heimische Reptilien")
Augen:
Alle heimischen Nattern (Äskulap-, Ringel-, Schling- und Würfelnatter) haben runde Pupillen.
Unsere heimischen Giftschlangen wie Kreuzotter und Höllenotter (und die in Kärnten noch vorkommende Sandviper) haben geschlitzte Pupillen.
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Runde Pupille bei allen
heimischen Nattern |
Geschlitzte Pupille bei
allen heimischen Giftschlangen |
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Bei der Kreuz und der Höllenotter sind auch deutlich die für diese Tiere markanten Überaugenschuppen erkennbar, die bei den Nattern fehlen
Überaugenschuppe der Kreuz- u. Höllenotter
Grösse:
Heimische Giftschlangen erreichen maximal eine Körperlänge von 80 cm.
Heimische Nattern erreichen zwischen 100 cm bis knapp über 2 m (Äskulapnatter)
Vorkommen:
Kreuzotter und Höllenotter sind in der Steiermark unter 800 Meter Seehöhe grundsätzlich nicht anzutreffen. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt zwischen 1000 und 1500 m Seehöhe und bezieht sich ausschließlich auf die Obersteiermark. In der West-, Ost- u. Südsteiermark kommt die Kreuzotter NICHT vor.
Die Wiesenotter war zwar in den Niederungen beheimatet, sie gilt jedoch seit 1995 in Österreich als ausgestorben.
Ringelnatter und Würfelnatter kommen nur in den Niederungen vor.
Die Äskulapnatter und die Schlingnatter ist sowohl in den Niederungen als auch bis Seehöhen von 1600 m anzutreffen.
Der Umstand, dass die Schlingnatter auch im Lebenraum der Kreuzotter (Höhenlagen) vorkommt, führt immer wieder zu Verwechslungen der beiden Tiere.
Verhalten:
Grundsätzlich gehen alle Schlangen dem Menschen aus dem Weg. Vor allem die Kreuz- und Höllenottern haben sehr grosse Fluchtdistanzen und lassen den Menschen im Normalfall nicht an sich herankommen.
Bei den Nattern sind die Fluchtdistanzen mitunter deutlich geringer und sie lassen den Menschen deutlich näher an sich herankommen.
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