MEDIEN UND PRESSEBERICHTE

 

NOTDIENST IN NOT

Jede Menge Reaktionen aus der Bevölkerung trafen nach dem Krone-Artikel "Notdienst in Not" vom Sonntag, 1. April 2007 bei uns ein. Nachdem die "Krone", der wir an dieser Stelle recht herzlich für ihren ständigen Einsatz für Tier und Natur danken, leider nicht alle Leser-Reaktionen abdrucken kann, haben wir auch hier einen Teil davon bereitgestellt:


Liebe Redaktion der Kronenzeitung,

vielen Dank für Ihre ausführliche Informationen in Ihrem letzten Artikel über den Reptiliennotdienst! Als eifriger Kronenzeitungleser sind mir die ständigen Einsätze des Herrn Hubmann nicht unbekannt. Ubekannt war mir aber, dass diese sehr wichtige Einrichtung von Seiten der Verantwortlichen (Stadt, Land) kaum, bis gar keine Unterstützung findet...
Bleibt nur zu hoffen, dass die zuständigen Politiker durch Ihren Artikel wachgerüttelt werden und den Reptiliennotdienst unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Hiebler


Sg. Damen und Herren !

Zu Ihrem Artikel vom 1.4.2007 möchte ich sagen,  daß ich es sehr schade fände, wenn eine solche in Graz einzigartige Arbeit nicht weitergeführt werden kann, nur weil es an der finanziellen Unterstützung fehlt. Es kann nicht sein, daß niemand sich zuständig fühlt und Herr Hubmann im "Kreis" geschickt und ständig vertröstet wird. Sollte es soweit kommen, daß Herr Hubmann seine Arbeit aufgeben muß und ev. sogar in ein anderes Bundesland gehen muß um dort seine Arbeit fortzusetzen, so würde das sicher einen großen Verlust für die Stadt Graz bedeueten. Aber dann ist  es wieder einmal zu spät!! Ich glaube, es ist den Verantwortlichen gar nicht bewusst, was es bedeuten würde, wenn diese Arbeit keine Fortsetzung findet. Es muß doch ein Politiker für diese Angelegenheit zuständig sein!!! Für alle möglichen Angelegenheiten ist Geld vorhanden, nur offensichtlich nicht für so ein wertvolles und einzigartiges Engagement, wie das von Herrn Hubmann! Bitte um Unterstützung !!

Hochachtungsvoll

Gabriele Tropper


Sehr geehrte Redaktion!

Wir haben Ihren Artikel gelesen und sind Fassungslos, ob der fehlenden Unterstützung und der fadenscheinigen Ausreden der zuständigen Stellen. Meine Familie war im letzten Sommer von einer 1,5 Meter langen Schlange im Hausflur bedroht. Meine Frau flüchtete mit unserem Sohn ins Schlafzimmer und rief mich völlig verzweifelt im Büro an. Auf der Suche nach Hilfe wurde mir von der Polizei die Notrufnummer von Herrn Hubmann genannt. Herr Hubmann war wenig später zur Stelle, fand die inzwischen verkrochene Schlange und fing sie sofort mit der Hand ein. Ich kahm inzwischen zu Hause an. Nun erklärte uns Herr Hubmann in aller Ruhe die Lebensweise und Aufgabe der Schlangen in der Natur, währendessen gleitetete die Schlange so selbstverständlich durch Seine Hände, dass wir fasziniert nähertraten. Wir haben dadurch die Angst verloren und eine vollkommen neue Sichtweise erfahren und freuen uns jedesmal wieder, wenn so eine schöne Äskulappnatter unseren Garten besucht.

Wir bitten um Unterstützung für diesen einzigartigen Notdienst!

Mag. Posch - Graz


Ich bitte um Veröffentlichung meines Leserbriefs ohne textliche Abänderung:

Für uns Tierheimbetreiber ist der Reptiliennotdienst von Herrn Hubmann unersetzlich, da immer mehr exotische Reptilien, darunter auch hochgiftige Schlangen, in Privathaushalten gehalten werden. Oft kommt es zur behördlichen Abnahme solcher Tiere, oder sie entkommen oder sie werden einfach freigelassen und so „entsorgt“, wen sie nicht mehr erwünscht sind. Dann werden wir Tierheimbetreiber verständigt. Die Übernahme solcher Tiere kann jedoch nur von Experten erfolgen. Herr Hubmann ist für uns der einzige Ansprechpartner in solchen Fällen. Öffentliche Gelder fließen zu Hauf in diverse Fußballklubs, „Kunst“-Förderung (Steirischer Herbst!). Tier- Natur- und Artenschutz werden hingegen mit Almosen abgespeist.

Es kann keine Frage sein, dass das Land Steiermark Herrn Hubmann auch zur Erfüllung der Auflagen für seinen Reptiliennotdienst aufkommt.

Josef Döller, Obmann der Tierhilfe Kapfenberg


Ich weiß das Herr Hubmann sehr interessiert daran ist, diesen Tieren ein Überleben in Freiheit sowie eine artgerechte Haltung für tropische Reptilien zu ermöglichen! Ich war schon selber mit meinen Königspythons bei ihm, um zu Bitten das er mich mit Zucht und Krankheit unterstützt. Ein Veterinär könnte mir gar nicht helfen, da er die Erfahrung und das Wissen über bestimmte Tierarten gar nicht hat! Was ich nicht verstehe ist, das man so etwas wichtiges wie die Natur und und deren Bewohner und wenn es auch "nur" Schlangen oder andere Reptilien sind, nicht unterstützt!!!! Es wird so viel Geld zum Fenster raus geschmissen für unnötige Dinge, will aber nicht näher darauf eingehen, warum kann man nicht einfach diesen Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen!!!! Das könnte mit der Hilfe von Herrn Hubmann geschehen, wenn man ihm nicht ununterbrochen Felsen in den weg legt um ihm das HELFEN noch schwerer zu machen! Man verlangt ja nicht viel, es wäre sicher möglich diesem Mann mit Rat, Tat und Hilfe zur Seite zu stehen!!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Pichler Karin


Sehr geehrte Damen und Herren,
 
nachdem ich den Artikel über Heinz Hubmann am 1. April 2007 gelesen habe, muss ich sagen, dass ich wirklich schockiert bin. Ich bin bereits seit mehreren Jahren im Besitz von Reptilien und auch mir hat Hr. Hubmann weitergeholfen, wo die Tierärzte in meiner Umgebung nicht mehr weitergewusst haben. Auch Reptilien sind Lebewesen und gehören in unserer Natur dazu. Deshalb finde ich es für eine Frechheit, dass man so ein Gerücht wie " in Zukunft eingefangene Reptilien eben einfach einschläfern lassen .." in die Welt setzt. Für viele Dinge stehen finanzielle Mittel zur Verfügung und bei einer so wichtigen Arbeit wie es Hr. Hubmann mit seinem Reptiliennotdienst macht, will man ihn nicht unterstützen.
 
Hoffentlich wird sich das Land und die Stadt Graz endlich einig, bevor Hr. Hubmann wirklich das Handtuch wirft !!!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Thomas Brunnhofer


Sehr geehrte Damen und Herren!

Ihr Bericht über die derzeitige Situation rund um den Reptiliennotdienst beschreibt eine wahrlich unglaubliche Geschichte. Als Sachverständiger für Reptilien erlebe ich seit Jahren die Problematik hautnah selbst. Bekanntlich "hört beim Geld die Freundschaft auf". Dass dies auch auf Tiere bezogen wird, und nun beim Geld auch der Tier- und Artenschutz aufhört, war mir allerdings neu. Wenn man, weil man das Geld für die Unterbringung nicht aufbringen möchte, anregt, Tiere einschläfern zu lassen, führt man  alle Diskussionen und Bemühungen um Arten- und Tierschutz ad absurdum! Dies ist für jeden normal denkenden Menschen ein unfassbarer und unhaltbarer Zustand.

Mag. Jörg Zwicker
Sachverständiger f. Reptilien


Ich möchte voraus schicken, dass ich anonym bleiben möchte.

Zu ihrem Artikel vom 1.April 2007 bezüglich Reptiliennotdienst möchte ich folgendes anmerken:

Ich bin seit Jahren Kunde (habe selbst 2 Schlangen zu Hause) und Freund der Familie Hubmann und bekomme hautnah die Probleme mit, die in ihrem Artikel beschrieben werden. Es ist einfach nicht zu glauben, dass Stadt, Land, Bund sich einfach – wie immer - aus der Affäre ziehen. Wenn Reptilien irgendwo aufgrund Zwangsräumung geborgen oder sonst wo eingesammelt werden müssen, wissen die Herren wohl wen sie anrufen sollen, aber beim Bezahlen dieser Einsätze herrscht dann großes Schweigen. Zuerst wird der Amtsarzt von der Feuerwehr/Polizei angefordert, dieser verweist darauf, dass er sich nicht auskennt und zieht Herrn Hubmann zu Rate, der dann ausrückt um die die Tiere zu retten, die teilweise wirklich stark vernachlässigt wurden und dessen Gesundheitszustand dementsprechend ist. Herr Hubmann nimmt dann die Tiere auf, päppelt diese auf und pflegt sie gesund. Natürlich stellt er die dadurch entstandenen Kosten in Rechnung. Komisch nur, dass sich dann niemand angesprochen fühlt und höchstens die Antwort kommt: „Das müssen Sie mit dem Halter ausmachen.“ Ich denke doch wohl, dass derjenige, der die Verbringung der Tiere in Auftrag gibt die Kosten zu tragen hat, zumal bei Zwangsräumungen oder bei frei laufend eingesammelten Tieren der „Halter“ schwer greifbar sein wird.

Ich finde es nur seltsam, dass wenn es sich um Hunde oder Katzen handeln würde, sofort alle „Feuer“ schreien würden und sofortige Hilfe da wäre. Aber Reptilien scheinen wohl nicht „rettungsfähig“, weil diese nicht dem allgemeinen Bild eines Kuscheltieres entsprechen - oder wie muss ich das Verhalten von Stadt, Land, Bund verstehen?! Ich kann nur sagen, dass meine Schlangen sehr wohl „kuschelig“ sind und ich liebe sie wirklich sehr – eben so wie jemand anderer seinen Hund, seine Katze oder sonstiges Haustier.

Wenn Stadt, Land, Bund aber eine Privatfirma wäre, dann wäre diese schon so dermaßen mit Klagen eingedeckt die auch vor dem Richter Stand halten würden, dass es diese Firma schon nicht mehr geben würde! Aber wie immer: Stadt, Land, Bund sind „gleicher“ als alle anderen. Aber wehe, man ist Kunde von Stadt, Land, Bund und muss was bezahlen und ist nicht fristgerecht, dann mahlen die Mühlen des Beamtentums sehr flott und ehe es man sich versieht hat man den Exekutor vor der Tür stehen.

Alle müssten doch froh sein, dass es Herrn Hubmann gibt und er sich um diese Tiere kümmert, denn meiner Meinung nach ist JEDES Tier rettungsfähig und hat ein Recht auf Behandlung und dementsprechende Unterbringung!

SK, Graz


Leserbrief / Reaktion auf die Reportage "Notdienst in Not" von Hr. Peter Riedler vom 1. April 2007 in der Steirerkrone

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Aussagen unsere Behörden und Beamten von sich geben, sobald sie sich in den Medien zu (lästigen) Themen äußern müssen. So auch im Fall des Reptiliennotdienstes. Als Involvierter kann ich bestättigen, daß die Aussagen von Herrn Hübel (Grazer Feuerwehr) außerhalb der Medien sonderbarerweise ganz anders lauten als wie im Artikel dargestellt. So bestreitet man vehement, dass Einsätze an den Reptiliennotdienst weitergeleitet wurden oder werden, obwohl sonderbarerweise ständig einige Herren in FW-Uniform mit den unterschiedlichsten Reptilien bei Hrn. Hubmann aufkreuzen und um Hilfe bitten. Ebenso keine Rede davon, dass Herr Hubmann seine Einsätze bezahlt bekommt - das Gegenteil ist der Fall.
Doch der absolute Hammer ist die Anzweiflung der Qualifikation des Herrn Hubmann. Und das von Seiten jener, die sich bei Hund, Kuh und Katze auskennen mögen, aber deren Reptilien-Fachwissen dem eines Styroporwürfel gleichzusetzen ist.

Klaus Müller
Mitglied d. Herpetologischen Zentrums STMK
Projektleiter "Terrassicpark"


Ich möchte zum Artikel von Peter Riedler „Notdienst in Not“ (1.April 2007 Steirerkrone) Stellung nehmen.
(Steirer sagen ihre Meinung)

„Ein Armutszeugnis für die Steiermark“

Immer dann, wenn in der Steiermark irgendwo eine giftige Schlange oder ein exotisches Reptil auftaucht, wird sofort nach dem „Reptilienexperten“ Heinz Hubmann gerufen. Und er war in der Vergangenheit auch immer da und hat die Tiere mit seinem großen Wissen und seiner Fachkompetenz versorgt und die Bevölkerung vor Schaden bewahrt.

Ich kenne Heinz Hubmann persönlich schon sehr lange und weiß daher, dass er das aus vollstem Herzen und aus Liebe zu den Tieren macht. Leider wurde dieser Einsatz und diese Liebe von den zuständigen Stellen nie in ausreichendem Maße gewürdigt und schon gar nicht finanziell honoriert. Der „Hubmann“ ist eh immer da, aber er ist ja kein Tierarzt und deswegen ist auch kein Geld für ihn vorgesehen. Die paar Euro, die er als Almosen dafür bekommt, decken ja nicht einmal seine Benzinkosten ab, die er für seine Einsätze braucht. Denkt denn von den Verantwortlichen niemand daran, dass für diesen Notdienst ein Rettungswagen, ein Terrarium mit den Heizkosten, Serum für Impfstoffe, ein Logistikzentrum für die Alarmbereitschaft, ein Büro usw. vorhanden sein muss, von seinen persönlichen Ausgaben ganz abgesehen. Wenn Heinz Hubmann jetzt aus finanziellen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, dann müssen andere „Experten“ sehr wohl teuer bezahlt werden. Warum dann nicht auch Heinz Hubmann?

Wenn man sieht, wofür in der Steiermark unsinnig Geld beim Fenster hinausgeschmissen wird, dann halte ich diese Existenzvernichtung vom wohl einzigen echten Reptilienexperten der Steiermark, Heinz Hubmann, für ein Armutszeugnis und einen Skandal. Nur weil er ein zu großes Herz und keine Lobby hat, lässt man ihn „verhungern“. Es ist doch eine Schande, dass man hier keine tragbare Lösung findet. Spätestens bei der nächsten Giftschlange wird man wieder laut schreien: „Wo bleibt denn der Hubmann“? – Nur, er wird nicht mehr kommen, da hamma ka Geld dafür….

Margit & Walter Reischl
Graz


Hallo,

ich finde es schade, dass solch engagierte Menschen wie Herr Hubmann, der den Großteil seiner Freizeit für die Arbeit mit Reptilien opfert - und damit schon vielen Menschen sehr geholfen und große Freude bereitet hat - nun aufgrund finanzieller Probleme seine Hilfe einstellen muss. Sowohl die Stadt Graz, wie auch das Land Steiermark betonen immer wieder die hohe Bedeutung einer intakten Umwelt und ihr Engagement diesbezüglich. Da ist es aus meiner Sicht mehr als gerechtfertigt, wenn Menschen, die sich nachweislich überaus aktiv und schon langjährig für unsere Umwelt - in diesem Fall für Reptilien - einsetzen, ganz einfach und unbürokratisch geholfen wird. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn mein Steuergeld auch kleineren Projekten, wie dem Reptilienzoo von Herrn Hubmann zu Gute kommt und nicht nur zur Finanzierung großer Institutionen wie dem Tier- und Naturpark (und der Familie) Herberstein.

mfG

Martin Berger, DI (FH)


Leserbrief.

Liebe Kronenzeitung,

Mit diesem Artikel, stellt die Koronenzeitung wiedereimal ihre Unabhängigkeit unter Beweis! Wärend die zuständigen Politiker bestenfalls darüber reden, leistet Herr Hubmann mit seinem Reptiliennotdienst täglich sehr viel für den  Tier und Naturschutz! Ich selbst durfte im Sommer 2006 miterleben, wie die Notrufnummer des Reptiliennotdienst nahezu ständig klingelt und Behörden sowie Private Hilfe anfordern. So erkannte ich in Herrn Hubmann einen Experten der enormes Fachwissen besitzt und dazu sein Herz am richtigen Fleck trägt. Obwohl ich selbst nichts mit Schlangen zu tun habe, muss dieser Notdienst unterstützt werden, deshalb nahm ich Kontakt zu unserem Alt - Bürgermeister Herrn Alfred Stingl auf, der mich auch an Frau Stadträtin Monogioudis (KPÖ) verwies. Leider wurde ich nur vertröstet und es geschah wieder nichts.

Um unsere Natur für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten, und um auch für Notfälle gerüstet zu sein, darf man auf solche Experten nicht verzichten.

Mit Dank für den Bericht und freundlichen Grüssen

Frau Ingeborg Mandl aus Graz
(Mutter, Oma und Steuernzahler)


Sehr geehrte Damen und Herren,
Es liegt wohl in der Natur unserer Politiker, das man einen Notdienst Sterben lässt um woanders Gelder zu verschwenden. Die Feuerwehr der Stadt Graz z.b bekommt eine Ausrüstung um mehrere 10.000 Euro um in Zukunft bei Reptilieneinsätzen, mit "Schutzanzügen" wie nach einem Reaktorunfall, auf dessen Jagd zu gehen. Es gibt bei der Feuerwehr keinen einzigen, nichteinmal selbsternannten, Reptilienexperten. Leider hat es Hr. Hubmann wohl versäumt bei seinen Einsätzen "Für Gott und Vaterland" Rechnungen zu stellen- oder aber er war einfach nur Hilfsbereit und gutgläubig, was ihn nun, nach Jahren seiner Hilfsbereitschaft, langsam aber sicher das "Handtuch" werfen lässt.

Sollte die Feuerwehr Reptilien einfangen, stelle ich mir die Frage, wohin kommen die Tiere? Es gibt außer Hr. Hubmann niemanden, der eine Auffangstation hält. Die Feuerwehr darf und könnte Reptilien gar nicht erst wieder freisetzen, denn immerhin könnte es zu Verwechslungen zwischen Heimischen zu entwichenen Gifttieren kommen. Also bleibt nur noch der Weg zum Tierarzt. Diese haben zwar keinerlei Ausbildung im Bereich Reptilien, aber das sie Lebewesen im Auftrag unseres Landes töten
müssten, dafür wird es schon reichen. Der Steuerzahler wird für diese „Auftragsmorde“ Bezahlen müssen.

Jetzt soll sich noch einer wundern, warum es immer weniger Wähler gibt...

mfg, Jörg Schuster


Sehr geehrter Herr Riedler!

Aufmerksam habe ich Ihren Artikel in der Kronenzeitung zum Reptiliennotdienst des Herrn Hubmann gelesen. Auch ich habe in meiner Eigenschaft als Obfrau des RFW Graz und Landespressesprecherin des RFW Steiermark versucht bei verschiedensten Stellen für Herrn Hubmann zu intervenieren. Mit diversen lapidaren Auskünften wie aus dem Büro LR Seitinger, man werde sich in der Angelegenheit informieren.

Ich würde mich sehr freuen wenn es Ihnen gelingt, mittels Ihrem Medium den diversen Politikern unserer Stadt zu zeigen, wie man langjährigen engagierten Menschen in dieser Stadt entgegenkommen kann, damit diese Menschen weiterhin arbeiten können und nicht gezwungen sind erprobte und erfahrene Dienste einzustellen, sondern ihr Wissen auch weiterzugeben, damit kein politisch Verantwortlicher mehr die Ausrede hat ".. wenn Herrn Hubmann was passiert dann gibt es niemanden der diesen Dienst weiterführt und daher kann man ich auch nicht subventionieren weil er ein sogenannter EPU (Ein-Personen-Unternehmer) ist".

Wo bleibt denn da, das Wahlversprechen sämtlicher Parteien, die KMUs und EPUs zu unterstützen, da sie doch fast 92% der Gewerbetreibenden in der Steiermark ausmachen? 

Ich würde mich Über eine Veröffentlichung und eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Marina Soral
Obfrau RFW Stadtgruppe Graz
Landespressesprecherin RFW Stmk.


Sterben oder auswandern!

FALCO sang in seinem letzten Lied die Frage „Muss ich erst sterben, um zu leben?“. Diese Frage kann man in seinem Falle eindeutig mit: „In Österreich? Ja!“ beantworten. Erst nach seinem frühen Tod erkannten unsere Musik-Medien seinen internationalen Stellenwert und überschlugen sich in Lobpreisungen.

Ein ähnliches Schicksal droht nun unserem Reptilienexperten Heinz Hubmann, der sein Wissen und Kompetenz leider nicht „studiert“, sondern in jahrelanger Praxis erworben hat. Da heutzutage noch kein Tierarzt sein Wissen hat und er auch kein Professor (a la Moik) ist, honoriert man seine Arbeit nicht und speist ihn mit Almosen ab. So kann man ihm nur raten zu sterben (dann bekommt er posthum die höchsten Auszeichnungen) oder ins Ausland abzuwandern, wo man sein wertvolles Schaffen erkennt und dementsprechend würdigt.

Als dritte Alternative könnten natürlich (wieder einmal) wir einfachen Bürger in die Bresche springen und den Reptiliennotdienst sowie das Herpetologische Zentrum Steiermark mit einer Spendenkampagne unterstützen, sodass ein Fortbestand dieser wichtigen Einrichtungen gesichert wird. Da dies für uns Tierfreunde die beste Alternative ist, bitte ich die Steirerkrone um Einrichtung und Verwaltung eines Spendenkontos zu diesem Zwecke.

Sonst muss man wirklich abwarten bis wieder einmal etwas passiert und dann die Schuldigen aus Stadt und Land schonungslos zur Rechenschaft ziehen.

Bernd Reischl

Graz


Sehr geehrter Herr Hubmann,

voller Bestürzung haben wir von Ihren Problemen, ihrem ständigen Kampf um Unterstützung erfahren. Meine Familie hat ja ihre guten Dienste in Anspruch genommen als wir eine Tarantel in unserem Reisegepäck als blinden Passagier aus Portugal mitbrachten. Meine Frau hat dieses Tier nicht getötet, sondern hat Sie geistesgegenwärtig um Hilfe gebeten. Seither wissen wir welche Arbeit Sie im Dienste der Tiere tagtäglich leisten. Ihre Tätigkeit ist nicht nur vorbildlich, sondern, auch sehr weitsichtig. Deshalb ist es umso unverständlicher, dass Sie und Ihre wertvolle Tätigkeit bisher von politischer Seite ignoriert wurden. Ihre aufopferungsvolle, beispielgebende, ausdauernde und für Sie existenzgefährdende Hilfsbereitschaft kann nicht genug hervorgehoben werden. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen endlich die verdiente Unterstützung, damit Sie Ihre Arbeit erfolgreich weiterführen können.

Hochachtungsvoll,
Ihre Familie Winklmaier / Graz


Ein Freund der Reptilien und engagierter Pädagoge

Im  Beitrag der „Krone“ vom 1.4.2007 „Notdienst in Not“ über den Reptilienfachmann Heinz Hubmann kommt recht deutlich zum Ausdruck, mit welcher Leidenschaft er sein Leben den heimischen Reptilien widmet. Ich möchte auf einen Aspekt hinweisen, der im Artikel meiner Meinung nach zu kurz kam, nämlich Hubmanns Bedeutung als Umwelterzieher und Pädagoge. Zu wenig ist bekannt, dass unter seiner fachkundigen Anleitung Burschen und Mädchen die Möglichkeit erhalten, heimische Schlangen, die in der kalten Jahreszeit vom Reptiliennotdienst betreut wurden, im Frühjahr wieder in die Freiheit zu entlassen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie rasch die Kinder und Jugendlichen die Scheu vor den ungiftigen Schlangen verlieren. Durch seine Ruhe und Gelassenheit und durch sein großes Fachwissen versteht es Heinz Hubmann (gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Klaus Müller) ausgezeichnet, Ängste bei den Schülerinnen und Schülern abzubauen. Vorurteile werden über Bord geworfen und durch positive Erfahrungen im Umgang mit heimischen Reptilien ersetzt. Dreimal wurde diese Aktion an unserer Schule bereits durchgeführt, jeweils einen Vormittag lang, immer kostenlos! Auf meine Frage, warum er für seinen Aufwand keine Kosten verrechne, meinte Heinz Hubmann stets: „Es geht mir darum, dass die jungen Menschen erfahren und spüren, dass unsere heimischen Schlangen einen unverzichtbaren Bestandteil unserer Natur darstellen und daher unseren Schutz und unsere Zuneigung brauchen. Wenn das gelingt, ist es Lohn genug für mich“. Es ist ihm gelungen.

 Dipl. Päd. Herbert Kerschbaumsteiner, Biologielehrer an der Privaten Hauptschule Dobl


Zum „Notdienst“ des Herrn Heinz Hubmann

Als erfahrene Pädagogin und hinsichtlich der Beziehung Kind und Tier finde ich die Tätigkeiten und das Engagement des Herrn Hubmann für sehr sinnvoll. Gerade sogenannte Nischentiere, wie z. B. Schlangen udgl., denen man selten begegnet, haben nicht nur auch ein Recht auf Leben und Unversehrtheit, sondern spielen sicherlich eine wichtige Rolle im Umweltkreislauf. Aus Unwissenheit von in Not geratenen Tieren soll durch Aufklärung natürlich dringend geholfen werden. Herr Hubmann ist dafür sicherlich ein gefragter Fachmann.

Charlotte Probst


Im Jahr 2000 noch betonten im Gemeindesitzungssaal alle beteiligten Politiker und Vereine die Wichtigkeit des Naturschutzes, gerade in einer Stadt wie Graz. Bürgermeister Alfred Stingl betonte, der Naturschutz sei so wichtig, "...dass er nicht Anliegen eines Referenten, sondern Aufgabe der gesamten Stadtverwaltung ist...". Die Zusammenarbeit der Stadt mit den Tier- und Naturschutzorganisationen müsse aufrecht bleiben und weiter gepflegt werden.

Und wie sieht es heute aus?? Nahezu alle Tierschutzorganisationen in der Steiermark werden mehr oder weniger im Regen stehen gelassen, einem konstruktiven Gespräch oder sachlichen Diskussionen wird geschickt aus dem Weg gegangen. Man will zwar Fünf - Sterne - Hotels für Tiere - es darf aber nichts kosten!  Die Aussagen gewisser verantwortlicher Personen wie z.B.  „...nur ein leeres Tierheim ist ein gutes Tierheim...“ oder  "...wenn die Tiere nicht untergebracht werden können, müssen sie eben eingeschläfert werde..." zeigen ein erschreckendes Bild der wahren Einstellung dieser Herrschaften.

Der seit über 20 Jahren bestehende Reptiliennotdienst Steiermark hat noch keine so große Lobby wie jene, die für Hunde und Katzen zuständig sind. Dennoch steigt die Zahl an informierten Bürgern kontinuierlich, die unsere Aufklärungsarbeit über diese, für viele noch unbekannte Tierart sehr positiv bewerten.  Immer mehr Menschen begreifen, dass diese Tiere ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil für eine intakte Umwelt sind die, nicht unsere Liebe, aber dringend unsere Akzeptanz für ihre nützliche Lebensweise in unserer Natur benötigen. Zusätzlich helfen wir tagtäglich Menschen, die sich in ihrem Wohnbereich von Schlangen, Spinnen und Skorpionen bedroht fühlen und stehen im worst case, im Falle entwichener oder eingeschleppter Schlangen über Notruf sofort zur Verfügung und leisten  kompetente Hilfe.
 
Das die Stadt Graz Vorsorge für diesen Bereich getroffen hat ist bestenfalls ein Witz, denn alle genannten Stellen wie - Abteilung für Grünraum und Gewässer/Referat, und Tierrettung Feuerwehr benötigen in Wahrheit meine Hilfe und verfügen weder über das Wissen für einen ordnungsgemäßen Widerfreisatz noch über die hierfür erforderliche Genehmigung des Landes.   Und wo die herpetologischen Experten der Universität sind, und v. a. warum diese nicht all die Jahre (Tag und Nacht und an den Wochenenden) zur Verfügung standen, während ich jährlich ca. 500 Einsatzanforderungen erhielt - würde ich gerne wissen. Ich hoffe, dass man auch in der Stadt Graz, Sinn und Notwendigkeit dieses Dienstes erkennt und schnellstmöglich Initiativen ergreift, damit diese Einrichtung zur Sicherheit der Bevölkerung sowie der heimischen Herpetofauna auch weiterhin zur Verfügung stehen kann! Das im Raum schwebende kostengünstigere töten von Reptilien - im amtlichen Auftrag, wird den Verantwortlichen weder Lorbeeren noch Wählerstimmen bringen.
Heinz Hubmann

SV. für Reptilien, Leiter des Herpetologischen Zentrum Stmk


Liebe Redaktion der Kronenzeitung!

Vielen Dank für Ihre ausführliche Recherche und Berichterstattung!

Alle einlangenden Anrufe der großen Kronenzeitung – Leserkommune zeigen das rege Interesse an meiner Arbeit und bekunden Verständnislosigkeit für diese sonderbaren Vorgänge.

Auch die negative Äußerung bezüglich meiner Qualifikation ist im ursächlichen Zusammenhang mit meiner Bitte um finanzielle Unterstützung zu sehen, kommt sie doch von einer Stelle, die mit unglaublicher Arroganz jahrelang weitab vom Geschehen gestanden ist. Solange man dort nicht einmal die heimischen Schlangen unterscheiden kann, disqualifizieren sich solche Äußerungen selbst. Leider wird durch diese kontraproduktive Einstellung der Bereich Sicherheit stark eingeschenkt.

Ich hoffe, dass von politischer Seite eine Entscheidung mit Vernunft und Weitblick gefällt wird, bevor jemand zu Schaden kommt.

Mit herzlichem Dank und lieben Grüssen
Heinz Hubmann (SV. f. Reptilien)
www.reptilien.com

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