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WOHIN SOLL DAS NOCH FÜHREN? IN GRAZ ENTWICHENE BOA STELLTE DIE BEHÖRDEN VOR UNLÖSBARE AUFGABEN! (Artikel verfasst von Klaus Müller)
Zunächst die gute Nachricht: das Tier ist wieder aufgetaucht - und zwar genau an dem Ort auf den ich die Einsatzkräfte sowie alle Journalisten und Kamerateams in den letzten 4 Tagen ständig hingewiesen habe: In der Wohnung des Halters! Wieso ich ein Entweichen des Tieres von Beginn an in Frage stellte, wird im nachfolgenden Bericht erwähnt. Nun zum negativen Teil der Geschichte: Es ist genau das eingetreten, wovor wir seit Jahren warnen: Die Behörden samt ihren selbsternannten Experten und Sachverständigen waren nicht in der Lage, die (angeblich) entwichene Boa zu finden. Nicht nur die (in unseren Augen) dilletantische Vorgehensweise der Verantwortlichen macht dabei Angst, sondern der Umstand, dass, sollte einmal eine wirklich gefährliche Giftschlange entweichen, man der Situation ziemlich hilflos gegenübersteht! Der Gründe, wieso nicht wir, welche unter der Leitung von Heinz Hubmann den seit Jahrzehnten erfolgreich agierenden Reptiliennotdienst betreiben, zur Suche nach dem Tier hinzugezogen wurden, sind vielfältig. Einerseits liegt es am "Finanziellen", andererseits daran, dass die zuständigen Leute in Graz (Amts-Veterinäre) anscheinend ein persönliches Problem mit uns haben. Nun, liebe Verantwortliche der Stadt Graz: Persönliche Dinge haben in einer solchen Situation absolut nichts verloren! Es kann nicht sein, dass die Bevölkerung sich 4 Tage lang einer Bedrohung ausgesetzt sieht oder durch unnötige, völlig übertriebene Suchaktionen Steuergelder verschwendet werden, nur weil weil ein paar Herren im Vet-Amt oder bei der Grazer Feuerwehr / Tierrettung meinen, selber Herr der Lage zu sein bzw. aus perönlichen Motiven Abstand von uns nehmen HIER GEHT ES UM DIE SICHERHEIT!!! Hr. Hubmann hat in den letzten Jahren ständig die verantwortlichen Politiker und Beamten darauf hingewiesen, dass weder die Leute vom Vet-Amt (samt selbsternannten Sachverständigen) noch die Feuerwehr oder andere behördliche Stellen in der Lage sind, entwichene Tiere rasch aufzufinden bzw. ohne viel Aufsehen Herr der Situation zu werden. Der nunmehrige Fall hat dies auch eindrucksvoll belegt. Der gegenständliche Fall zeigt deutlich, dass die Behörden keinerlei Ahnung von den Tieren und deren instinktiven Verhaltensmuster haben. Deshalb war und ist die Suche nach dem Tier solange erfolglos geblieben. Wir haben über 20 Jahre lang (auf eigene Kosten) für die Sicherheit in diesem Bereich gesorgt. Dutzende Male wurden von uns entwichene (fremdländische) Tiere, darunter auch einige höchst gefährliche Giftschlangen, erfolgreich und in kürzester Zeit wieder gesichert und eingefangen. Wir waren noch NIE erfolglos!!! Nur ein einziges mal hatte die Suche länger als 2 Stunden gedauert. Alle diese Einsätze liefen ohne viel Aufwand und vor allem ohne mediale Panikmache über die Bühne. Seit dem Jahre 2005 war es uns jedoch nicht mehr möglich, die Kosten für die (jährlich zunehmenden) Einsätze selbst zu tragen (rund 500 - 600 Einsätze pro Jahr - alle dokumentiert!) Unsere Bitte um finanzielle Unterstützung bzw. Abgeltung unserer Aufwände, blieb bis heute erfolglos. Ebenso der zivilrechtliche Weg. Wir (der Reptiliennotdienst) stehen nach wie vor zur Verfügung, jedoch nur mehr gegen finanzielle Aufwandsentschädigung bzw. bei offizieller Einsatzaufforderung durch die zuständigen Behörden. Dazu sei gesagt, dass wir nicht an den Einsätzen verdienen möchten, sondern lediglich das gesetzlich geregelte Kilometergeld sowie den tatsächlichen zeitlichen Aufwand (€ 60.--/Std.) in Rechnung stellen. Und die Verrechnung erfolgt nicht nach angebrochenen vollen Stunden, sondern nach 1/4-Stunden. Somit würden für einen 45 Minuten dauernden Einsatz lediglich € 45.- von uns in Rechnung gestellt! Um 9:45 erfuhr ich von ATV-Plus, dass die Suche gestartet wird und um ca.11:00 Uhr beginnt. Von Seiten der Polizei ist kein Anruf mehr gekommen. Zunächst war es mir auch egal, was dort abläuft, aber dann hab ich mich doch entschlossen, auch an den Einsatzort zu kommen. Nicht um mich an der Suche zu beteiligen, sonder einfach um zu sehen, wie sie abläuft. Um es, aus unserer Sichtweise gesehen, kurz und einfach auszudrücken: es war dilletantisch! Vor Ort erfuhr ich, dass die Boa durch eine gekippte Balkontür entkommen sein sollte, was ich sofort ausschloß. Gekippte Fenster oder Türen "laden" Schlangen zwar dazu ein, zu entweichen, im Normalfall stellen Sie jedoch eine Falle für das Tier dar. Wir mußten bei unseren Einsätzen bereits mehrmals Schlangen aus gekippten Fenstern befreien - (siehe Zeitungsbericht) Deshalb war es für mich auch logisch, dass das Tier sich noch in der Wohnung befinden muß. Meine Meinung äußerte ich auch gegenüber mehreren Journalisten und Kammerateams und wies auch die Polizei darauf hin, die Wohnung genauestens zu untersuchen. "Wir haben die Wohnung bereits gründlich auf den Kopf gestellt" war die Antwort. Wie gründlich hat man jetzt gesehen als das Tier nach 4 Tagen in der Küche wieder zum Vorschein kam..... Wir fragen uns nun, was in Zukunft passiert, wenn die Verantwortlichen weiterhin so agieren. Wie wird man reagieren, wenn wieder einmal eine Giftschlange entweicht? Was geschied mit den rund 600 illegalen Haltungen gefährlicher Tiere innerhalb der Steiermark? Wieso wird von den Behörden nichts gegen diese Halter unternommen, obwohl ihnen viele bereits seit geraumer Zeit bekannt sind? Und unseren Politikern möchten wir noch folgendes ans Herz legen: Es ist mit Sicherheit nicht zielführend nun sofort ein generelles Haltungsverbot anzukündigen oder zu fordern. Das ein solches nicht funktioniert belegt die Situation in Wien. Dort herrscht seit Jahren ein generelles Halteverbot von gefährlichen Tieren und trotzdem nimmt die Anzahl der illegalen Gifttierhaltung ständig zu. Sinnvoller wäre es, sich einmal mit uns und unseren Lösungsvorschlägen auseinanderzusetzen und in Zukunft einen vernünftigen, gemeinsamen Weg zu gehen. Klaus Müller, auch im Namen von Heinz Hubmann, welcher sich derzeit im Ausland befindet
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