Echte Radnetz- oder Kreuzspinnen (Araneidae)
Allgemeine Beschreibung

Die wohl bekannteste Netzart ist das Radnetz, welches je nach Art in unterschiedlichen Höhen und Größen angelegt sein kann. Die Spinne lauert entweder im Zentrum kopfüber oder in einem nahegelegenen Schlupfwinkel - verbunden durch einen Signalfaden - auf ihre Beute. Die Netze können in sich unterschiedliche Formen und Elemente aufweisen (z.B. freie Sektoren bei der "Sektorenspinne Zygiella x-notata oder "Stabilimente" bei Agryope bruennichi) Abends und nachts sehen wir die Tiere beim Ausbessern bzw. Neubau des Netzes.
Haben Radnetzspinnen einmal an einem Platz Beute gemacht, so werden sie ihr Netz immer wieder am selben Ort spinnen. Die Verbreitung erfolgt durch "Luftschiffen" der Jungspinnen: dabei spinnen die kleinen Spinnen einen längeren Faden, mit dessen Hilfe sie sich vom Wind sprichwörtlich "verblasen" lassen, bis der klebrige Faden irgendwo wieder Halt findet.
Kreuzspinnen sind mittelgroße bis große Spinnen mit einen stark behaarten Körper und arttypischer Rückenmusterung.



Die Kreuzspinne ( Araneus spec. )

Mittelgroße bis große radnetzbauende Spinnen. Der meist stark behaarte Hinterleib weist nicht nur die charakteristische Kreuz- Zeichnungen sondern auch zwei arttypische Höcker auf. Die Beine sind kräftig und meist stark bestachelt. Die Grundfärbung kann sehr variieren. Die Weibchen werden bis 20mm groß, die Männchen erreichen selten die halbe Größe.

50 der rund 2500 Araneidae -Arten sind bei uns vertreten. Araneus -Arten bauen ihre großen Radnetze mit geschlossener Narbe in einer Höhe von 100-250cm über dem Boden  Während geschlechtsreife Weibchen untertags meist kopfüber im Zentrum ihres Radnetzes oder am Rande des Netzes, verbunden mit einem "Signalfaden", lauern, streifen Männchen ohne festen "Wohnsitz" umher. Am besten kann man die Tiere jedoch in der Nacht in Aktion erleben, wenn sie ihre Netze reparieren oder neuspinnen. Verbreitet werden die aus dem Kokon geschlüpften Jungspinnen hauptsächlich durch "luftschiffen" - das Verdriften durch den Wind anhand eines Fadens.

Weitere Bilder der Kreuzspinne


Die Wespenspinne ( Argiope bruennichi )

Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sich Argiope bruenichi auch in Mitteleuropa weit verbreitet und ist in sonnigen Gärten, in Städten und sogar bis in höhere Lagen anzutreffen. Die Weibchen weisen die typische und namensgebende schwarz-weiß-gelbe Rückzeichnung auf und werden bis 20mm groß; Männchen bleiben viel kleiner (bis 6mm) und unauffällig bräunlich gezeichnet.

Die Hauptbeute der Wespensinne sind Heuschrecken, weshalb das Netz meist auch in einer Höhe von etwa 30cm über dem Boden gebaut wird. Das Radnetz weist mit einem dicht gewobenen Zickzackband  (Stabiliment) ein besonderes Merkmal auf.








  Weitere Bilder der Wespenspinne

Agriope brünnichi
 
Agriope brünnichi (Unterseite)                                                                                       



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