(Foto: C.Riegler/Herpetofauna)
Die Kreuzotter - als Giftschlange ist
sie Ursprung zahlreicher urbanen
Legenden - ist in der Steiermark noch weit verbreitet.
Kopf
einer Kreuzotter. Schön und deutlich zu erkennen sind ihre
geschlitzte Pupille sowie ihre überstehende Augenschuppe.
Kreuzotter
mit der für sie typischen Rückenzeichnung
Die
Kreuzotter tritt in der Steriermark in den unterschiedlichsten
Farbvarianten auf - im oberen Bild schön zu erkennen.
(Foto:
Wallner)
Folge
eines Kreuzotternbisses - in der Regel kommt es, so wie hier, nur
zu lokalen Ödemen. |
| Deutscher
Name: |
Kreuzotter |
Lateinischer
Name:
|
Vipera berus |
Vorkommen
/ Verbreitung:
|
Sie kommt in der ganzen Steiermark
vor, jedoch erst ab einer Seehöhe von rund 800 m. In den
Niederungen ist die Kreuzotter NICHT! anzutreffen.
Berichte
oder Meldungen über Kreuzottern in den Niederungen sind auf eine
Verwechslung mit der Schlingnatter zurückzuführen oder
entstammen der Zeit, wo in der Ost-, der Süd- u. der
Süd-Weststeiermark noch Wiesenottern (Vipera ursini) vorkammen,
welche jedoch seit 1995 als ausgestorben gelten.
Ihre größten Populationsdichten erreicht die Kreuzotter
zwischen 1000 bis 1500 m Seehöhe. Sehr starke Populationen gibt es
am Sölkpass, auf der Stolzalpe bei Murau, in der Ramsau, dem
Grimming-Gebiet, dem Hochschwab-Gebiet, den Fischbacher Alpen bis zur
Teichalm sowie in den gesamten Wildbacher
Alpen. |
Erreichbare
Größe:
|
Die Kreuzotter erreicht eine
Größe von 70 - 80 cm. |
Erreichbares
Alter:
|
Die Lebenserwartung der Kreuzotter
liegt
bei ca.15 Jahren. Vorraussetzung ist ein optimaler Lebensraum und ein
ausreichendes Nahrungsangebot. Sie ist einer ständigen
Gefährtung ausgesetzt, da sie zum
Nahrungsspektrum von Vögel und anderer Fressfeinde gehört.
Mit zunehmender
Größe wird jedoch die Bedrohung des Gefressenwerdens immer
geringer. |
| Nahrung: |
Vorwiegend Mäuse,
kleine Ratten, Eidechsen und Jungvögel welche durch das Gift der
Kreuzotter erlähmen und erst anschließend verspeist werden. |
Aktivität:
|
Die Kreuzotter kann, je nach
Witterung, bereits schon Ende Februar / Anfang März gesichtet
werden. Sie ist, anders als unsere heimischen Nattern, bereits bei
Aussentemperaturen um 5 - 7
Grad außerhalb ihrers Schlupfwinkels anzutreffen. Im
Frühjahr und im Spätsommer kann man sie zu jeder
Tageszeit antreffen. Im Hochsommer, an heißen Tagen,
läßt
sie sich vorwiegend nur in den Nacht- und Morgenstunden blicken. Sie
fühlt
sich bei Durchschnittstemperaturen von 15 - 18 Grad am wohlsten. Das
ist
auch der Grund, warum Kreuzottern die wärmeren Regionen in den
Niederungen
meiden und dort auch nicht dauerhaft überleben würden. |
Winterruhe:
|
Von Oktober bis März. |
Fortpflanzung / Paarung:
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Die Paarung erfolgt nach der
Winterruhe in den Frühlingsmonaten zwischen April und Mai. Die
Kreuzotter ist ovovivipar (lebendgebärend). Die
Schlupf der Jungetiere
erfolgt zwischen Juli und September. |
Verhaltensmerkmale bei einer
Bedrohung:
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Die Kreuzotter geht dem Menschen
grundsätzlich früh genug aus dem Weg und flüchtet dabei
unter die nächstbeste Wurzel oder unter einen Stein. Sie ist
deshalb auch sehr schwer aufzufinden. Fühlt sie sich direkt
bedroht, nimmt sie eine deutliche S-Stellung
ein und zischt dabei hörbar. Sie beißt dabei jedoch nicht so
rasch zu wie z.B. die Würfelnatter oder die Schlingnatter. Eher
sucht
sie ihr Heil in einem vorsichtigen Rückzug. Sollte aber ein Biss
erfolgen, so führt die Giftwirkung beim Menschen im Normalfall nur
zu lokalen
Ödemen. Schwere Krankheitsverläufe sind selten, tötliche
die
absolute Ausnahme. In Österreich ist seit 1954 kein Mensch
nachweislich
durch einen Kreuzotternbiss zu Tode gekommen.
Gegen das Gift der Kreuzotter sind in unserem SERUMDEPOT
ständig Antitoxine vorhanden. |
Sonstiges / Nennenswertes:
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Die Kreuzotter besitzt als
Giftschlange einen (zuunrecht) schlechten Ruf. Ihre
Gefährlichkeit ist bei weiten nicht so hoch, als von vielen Leuten
angenommen. So kursieren die unmöglichsten
Schauergeschichten innerhalb der Bevölkerung, die allesamt dem
Reich
der urbanen Legenden zuzuordnen sind. Einige dieser "Märchen" und
Irr-Meinungen
haben wir HIER
für Sie zusammengefaßt. |
Schutzstatus:
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Kreuzottern stehen, so wie alle
heimischen Schlangen, unter strengstem Schutz. Die Tiere dürfen
nicht gefangen, der Natur entnommen oder getötet werden. Ebenso
ist das Umsiedeln der Tiere durch Privatpersonen verboten.
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