Makabrer Einsatz nach Leichenfund

Zu einem makabren Einsatz wurde der Reptiliennotdienst am 4. April 2007 angefordert. Nachdem ein Reptilienhalter aus Graz tot in seiner Wohnung, in der er bereits mehrere Wochen lag, aufgefunden wurde, bat man uns aus Sicherheitsgründen die Wohnung auf eventuell entwichene Giftschlangen zu durchsuchen. Der Zustand der Wohnung und der mehr als unangenehme Verwesungs-Geruch liesen uns nach kurzer Zeit kapitulieren. Eine gründliche Durchsuchung war unter diesen Umständen nicht möglich. Wir konnten jedoch ausschließen, dass sich noch Schlangen in der Wohnung befinden, da genug Fluchtmöglichkeiten für die Tiere vorhanden waren (mehrere Zentimeter breite Türspalten, ein bereits seit Tagen geöffnetes Fenster, ein offener Abfluss etc) welche eine Schlange mit Sicherheit bereits genützt hätte. Auch ließ der Zustand der (teils geöffneten) Terrarien darauf schließen, das in den letzten Monaten sicher keine Tiere darin gehalten wurden, geschweige denn überlebt hätten. Jedoch ist dieser Fall ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, sollten in solch einer Situation wirklich Giftschlangen entweichen und dabei die Sicherheit der Mitbewohner gefährten.

Die folgenden Bilder dokumentieren den Einsatzort und erklären auch, wieso wir uns außer Stande sahen, hier genauer nach Schlangen zu suchen:


Tausende Maden übersäten die Wohnung


Ohne Schutzanzug und Atemmasken hier nach Schlangen zu suchen, war nicht möglich


Ohne Worte

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