Dornfinger - eingewanderte Spinne sorgt
für Aufregung in Österreich
Cheiracanthium punctorium oder
Dornfinger
ist eine mittelgroße,
grünlich-gelb gezeichnete Sack-Spinne. Sie ist in den letzten
Jahren
aus dem
Mittelmeerraum eingewandert, so findet man sie hauptsächlich auch
auf
trockenen sonnig-warmen Wiesen.
Mit ihrem starken Gift ist Cheiracanthium
punctorium die gefährlichste
Spinne Mitteleuropas. Mit ihren Chelizeren gelingt es ihr die
menschliche Haut zu
durchbeißen.
Die
möglichen Symptome sind neben einem schmerzhaften brennenden Biss,
starke
Rötungen, Lähmungen, Schüttelfrost, Kopfschmerzen,
Übelkeit bis zum
Erbrechen, Temperaturanstieg, Schwellungen und Nekrosen, die auch
wochenlang anhalten können. Im Falle eines
Bisses sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, eine ambulante
Versorgung ist trotz zumeist ausreichend.
Vorrangig
beißen in der Brutpflege befindliche
Weibchen zu, die ihr Kokon vor Störungen schützen. Auch wenn der
Dornfinger die giftigste heimische Spinne ist, so ist die
Wahrscheinlichkeit von ihr gebissen zu werden doch äußerst
gering, da
die Population sehr klein ist und sie nur in menschenarmen Gebieten
und da ansich geschützt und versteckt in ihrem Gespinnst vorkommt.
Dornfinger sind nachtaktiv, am Tag verstecken sie sich in ihrem gut
geschützten Gespinst. Der "Sack" ist meist gut sichtbar rund einen
halben Meter über dem Boden angebracht (siehe Foto). Das Weibchen
legt
rund 100 Eier
in den oberen Teil dieser "Wohnung", Jungspinnen verbringen die ersten
Lebenstage noch in diesem Kokon.
Dank an Fritz
Geller-Grimm für die Zurverfügungstellung der Fotos ( http://www.geller-grimm.de
)


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